Mit ‘Rezept’ getaggte Artikel

Die Geschichte eines Apfelsalats oder wieso essen Juden gerne Hering?

Apfelsalat mit Hering

Apfelsalat nach Originalrezept von Marie Elsasser

Gilt eigentlich Fisch als Fleisch? – Nicht für die jüdische Tradition. Über die besondere Rolle des Herings für die aschkenasische Küche.

Im Judentum gilt Fisch nicht als Fleisch, sondern als ein neutrales Produkt (parve), das man theoretisch sowohl mit Milch-, als auch mit Fleischwaren kombinieren darf. Nicht alle Fische sind aber koscher. Nur die sind erlaubt, die Flossen und Schuppen haben. Zum Beispiel bleiben Welse, Störe (und dadurch auch Kaviar) sowie die Schalentiere für den Verzehr verboten, weil sie entweder keine Schuppen oder Flossen haben. Dagegen sind Lachs, Tunfisch und Karpfen erlaubt. Es gibt aber eine Fischart, die in der aschkenasischen Küche eine besondere Rolle einnimmt, nämlich der Hering.

Der Hering gilt mit Recht als der kulinarische Eckstein des europäischen Judentums. Von Odessa, mit ihrer berühmten Heringsvorspeise Vorschmack, bis Amsterdam und Hamburg mit ihren geräucherten Pikling (abgeleitet vom niederdeutschen bückinc) wurden die Heringe mit viel Vorliebe und Genuss von Jüdinnen und Juden gegessen. Auch im „Kochbuch für die einfache und feine jüdischen Küche“ von Marie Elsasser (1905) wird dem Hering viel mehr Platz als allen anderen Fischarten eingeräumt. Aber warum ist das so?

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Rosch Haschana – Süßes für das neue Jahr

Rosch Haschana, das jüdische Neujahrsfest, zählt zu den „Hohen Feiertagen“. Es dauert zwei Tage und ist ernst und fröhlich zugleich. Rosch Haschana ist nämlich das Fest des Gerichts, an dem nach der jüdischen Tradition drei Bücher geöffnet werden: das Buch des Lebens, das Buch des Todes und das Buch für das „Dazwischen“. ..mehr

Schawuot – Blumen, milchiges und die göttliche Offenbarung


Wenn die Synagogen mit Blumen und frischem Grün geschmückt werden, milchige Köstlichkeiten auf dem Menü stehen, und religiös lebende Juden eine ganze Nacht mit dem Studium der Tora zubringen, dann ist es wieder so weit – Schawuot, das Wochenfest, wird gefeiert.
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Pessach – die Freiheit feiern

Pessach ist ein besonderes Fest innerhalb des jüdischen Jahreskreises. Die Atmosphäre ist sehr feierlich und das aus gutem Grund. Pessach erinnert nämlich an ein ganz wichtiges Ereignis in der jüdischen Geschichte und Tradition: den Auszug der Israeliten aus Ägypten und das Ende der Knechtschaft unter dem Pharao. Und dies bedeutete vor allem eines: Freiheit! Wenn das kein Grund zum Feiern ist…
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Purim – eine große jüdische Party

An Purim wird ordentlich gefeiert! Es geht fröhlich, laut und ausgelassen zu – ganz so, wie es sich für ein Freudenfest gehört.
Purim erinnert an die Errettung der persischen Juden durch Esther. Sie ist die Heldin der Purimgeschichte, von der das nach ihr benannte Buch („Buch Esther“/“Megillat Esther“) erzählt. Der Bösewicht der Geschichte ist Haman, ein Günstling des Perserkönigs Ahasveros, und ausgewiesener Feind der Juden in dessen Reich. Haman hatte Lose geworfen, um das Datum zu ermitteln, an dem alle persischen Juden getötet werden sollten. Daher kommt auch der Name des Festes, denn das hebräische Wort für Lose lautet „Purim“. ..mehr