Mit ‘FC Bayern München’ getaggte Artikel

Landauer, der Rückkehrer (3/3)

Kurt Landauers Briefe geben uns Einblick in sein Leben im Exil und die Gründe seiner Rückkehr. Foto: © Franz Kimmel.

Acht Jahre verbrachte Kurt Landauer im Exil in der Schweiz. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft war er von den Nationalsozialisten verfolgt worden, vier seiner Geschwister sind in der Schoa ermordet worden. Dennoch kehrte Landauer im Juni 1947 nach Deutschland zurück. Nicht nur seine Verbundenheit zum FC Bayern München bewegte ihn zu diesem Schritt.

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Landauer, der als Jude Verfolgte (2/3)

Kurt Landauers Reisepass wurde von den Behörden als „jüdisch“ gekennzeichnet. Für seine Einreise in die Schweiz galten damit besondere Einschränkungen. Foto: © Schweizerisches Bundesarchiv E4264#1988/2#20660*, Az. P058802, LANDAUER, KURT, 27.08.1884, 1945–1947.

1932 hat Kurt Landauer den FC Bayern München als Präsident zur ersten Deutschen Meisterschaft geführt. Ein Jahr später musste er sein Amt als Präsident niederlegen. Mit der politischen Machtübergabe an die Nationalsozialisten wurde die Fußballarena genau wie das übrige öffentliche Leben zum Austragungsort von Ausgrenzung und Verfolgung. 1939 blieb Landauer nur noch der Weg ins Exil.

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Landauer, der Fußballer und Präsident bis 1933 (1/3)

Kurt Landauer, Foto: Privatbesitz

Heute vor 135 Jahren wurde Kurt Landauer geboren. Als Präsident führte er den FC Bayern München 1932 zur ersten Deutschen Meisterschaft. Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 war Landauer wegen seiner jüdischen Herkunft gezwungen, als Präsident zurückzutreten. Er überlebte die Schoa im Exil in Genf und kehrte 1947 nach München zurück. Das Jüdische Museum München hat Landauers Briefe aus den Jahren 1944-1948 erworben. Diese geben einen Einblick in sein Leben im Exil und die Beweggründe seiner Rückkehr.

Anlässlich seines Geburtstags möchten wir Kurt Landauer auf unserem Blog noch einmal vorstellen.

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Kurt Landauer und Maria Baumann. Briefwechsel Oktober 1944 bis Oktober 1948

Lesung am 7. November 2017 in den Kammerspielen „Kurt Landauer – Maria Baumann Briefwechsel Oktober 1944 bis August 1948“ in der Reihe „Jahrhundertbriefe“ mit Maja Beckmann und Stefan Merki. Moderation: Dr. Rachel Salamander Foto: Christin Büttner

Lesung im Rahmen des Erinnerungstages

„!Nie wieder“ ist eine Botschaft, die man nicht oft genug auf den Weg bringen kann – der FC Bayern München bietet anlässlich des „Erinnerungstages im deutschen Fußball“ ein entsprechendes Programm: Am Sonntag, den 28. Januar 2018 von 11.00–12.30 Uhr (Einlass ab 10.00 Uhr) werden in einer Matinée Briefe des jüdischen Ehrenpräsidenten Kurt Landauer und seiner späteren Ehefrau Maria Baumann vorgetragen.

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Blau im Jüdischen Museum

Im Rahmen unseres P-Seminars „Juden im Sport“ haben wir uns mit Kurt Landauer und dem FC Bayern auseinandergesetzt und für die Ausstellung „Never Walk Alone. Jüdische Identitäten im Sport“ im Jüdischen Museum München Postkarten zum Mitnehmen entworfen. Dies fiel unserer Seminarlehrerin nicht immer leicht, da sie ein eingeschweißter Löwen-Fan ist und diese ja bekanntermaßen die „sportiven Feinde“ des FC Bayern sind.

Nach Ausstellungseröffnung erhielten wir von Kuratorin Jutta Fleckenstein eine Führung durch die Ausstellung. Als wir mit dem ersten Stockwerk fertig waren und die zweite Ausstellungsebene, die sich mit der Fanperspektive auseinandersetzt, erst bei unserem kommenden Besuch anschauen wollten, musste unsere Lehrerin jedoch dem Teil der Ausstellung in dieser Ebene noch einen Besuch abstatten, in dem über Landauers Leben berichtet wird. Dort legte sie einen blauen Sechzger-Löwen auf das rote FC-Bayern-Bett um uns deutlich zu machen, dass Blau für sie trotz intensiver Auseinandersetzung mit dem FC Bayern immer noch über Rot gewinnt. Wer also jetzt die Ausstellung besucht und bei Landauer vorbeischaut, findet in mitten von Rot-Weiß einen kleinen blauen Löwen und weiß, was es damit auf sich hat.

Franka Exner, Schülerin am Edith-Stein-Gymnasium, 01.04.2017