Archiv für die Kategorie ‘Leben’

Erinnerungs-Container am Gärtnerplatz – Rückschau und Ausblick

Fünf Wochen stand er auf dem Gärtnerplatz: Der von Kabarettist Christian Springer initiierte und gemeinsam mit uns realisierte Erinnerungs-Container zum Gedenken an die sieben Opfer des verheerenden Brandanschlags auf das jüdische Gemeindehaus in der Reichenbachstraße 27, bei dem vor 50 Jahren sieben Menschen ermordet wurden. ..mehr

Was macht ein Museum, wenn es zu ist?

Seit vergangenen Samstag ist das Jüdische Museum München geschlossen – so, wie alle
Museen in Deutschland, in Europa und anderswo. Vorerst bis 19. April, wie lange es aber
wirklich dauern wird, wissen wir nicht.

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Vorübergehend geschlossen / Temporarily Closed

Das Jüdische Museum München ist von Samstag, 14. März 2020, bis voraussichtlich Sonntag, 19. April 2020, vorübergehend geschlossen. (English below)

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Wann, wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht dort?

Erinnerungs-Container bei der Anlieferung am Gärtnerplatz. Foto: Daniel Schvarcz

Erinnerungs-Container bei der Anlieferung am Gärtnerplatz. Foto: Daniel Schvarcz

Über eine wirklich unübersehbare sehr eindrückliche Gedenkaktion von Christian Springer und der Initiative Schulterschluss: Der Erinnerungs-Container am Gärtnerplatztheater.

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„Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“: Rückblick auf ein Zeitzeugengespräch mit Eva Umlauf

Stefanie Oswalt und Eva Umlauf beim Zeitzeugenabend im Jüdischen Museum München am 23.1.2020

Stefanie Oswalt und Eva Umlauf beim Zeitzeugenabend im Jüdischen Museum München am 23.1.2020

Nur wenige Tage vor dem heutigen „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ nutzen zahlreiche Interessierte die Gelegenheit dem von Stefanie Oswalt moderierten Zeitzeugengespräch mit Eva Umlauf zu folgen. Gemeinsam schrieben sie das Buch „Die Nummer auf deinem Unterarm ist blau wie deine Augen“, das das bewegte Leben von Eva Umlauf nachvollzieht.

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Das war die Lange Nacht 2019

 

Lange Nacht der Museen 2019

Abtauchen in die Kunst bis tief in die Nacht, Foto: © JMM

2600 Besucherinnen und Besucher kamen zur Langen Nacht der Münchner Museen ins Jüdische Museum. Begleitend zur Ausstellung „Sag Schibbolet!“ konnten sie im Foyer eine neue Soundinstallation der Komponistin und Musikerin Maya Shenfeld erleben.

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Aktiv gegen Vorurteile: Jugendmedientagung zu Gast im Jüdischen Museum München

aktiv gegen Vorurteile

Jugendliche präsentieren ihr Fotoprojekt mit der Message: „Kultur ist bunt“ © JFF | Anja Berg

Am Montag konnten 54 Teilnehmer*innen des Projekts Aktiv gegen Vorurteile im Rahmen einer Jugendmedientagung virtuelle Streetart gestalten, eigene Radiobeiträge aufnehmen, mit einem Greenscreen tricksen und vieles mehr. Zum zweiten Mal veranstaltete das JFF –Institut für Medienpädagogik die Tagung für Jugendliche im Jüdischen Museum München. Dabei setzten die Teilnehmer*innen Zeichen gegen Vorurteile.

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Die Geschichte eines Apfelsalats oder wieso essen Juden gerne Hering?

Apfelsalat mit Hering

Apfelsalat nach Originalrezept von Marie Elsasser

Gilt eigentlich Fisch als Fleisch? – Nicht für die jüdische Tradition. Über die besondere Rolle des Herings für die aschkenasische Küche.

Im Judentum gilt Fisch nicht als Fleisch, sondern als ein neutrales Produkt (parve), das man theoretisch sowohl mit Milch-, als auch mit Fleischwaren kombinieren darf. Nicht alle Fische sind aber koscher. Nur die sind erlaubt, die Flossen und Schuppen haben. Zum Beispiel bleiben Welse, Störe (und dadurch auch Kaviar) sowie die Schalentiere für den Verzehr verboten, weil sie entweder keine Schuppen oder Flossen haben. Dagegen sind Lachs, Tunfisch und Karpfen erlaubt. Es gibt aber eine Fischart, die in der aschkenasischen Küche eine besondere Rolle einnimmt, nämlich der Hering.

Der Hering gilt mit Recht als der kulinarische Eckstein des europäischen Judentums. Von Odessa, mit ihrer berühmten Heringsvorspeise Vorschmack, bis Amsterdam und Hamburg mit ihren geräucherten Pikling (abgeleitet vom niederdeutschen bückinc) wurden die Heringe mit viel Vorliebe und Genuss von Jüdinnen und Juden gegessen. Auch im „Kochbuch für die einfache und feine jüdischen Küche“ von Marie Elsasser (1905) wird dem Hering viel mehr Platz als allen anderen Fischarten eingeräumt. Aber warum ist das so?

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„Am Anfang gab es keine zusammenhängende Erzählung.“ – Peter Neumaier erinnert an den Münchner Rechtsanwalt Ernst Seidenberger

Peter Neumaier Buch

In seinem Buch „Wehe dem, der allein ist!“ rekonstruiert Peter Neumaier die Geschichte seines Großvaters Ernst Seidenberger, der als Münchner Rechtsanwalt mit jüdischer Herkunft von den Nationalsozialisten verfolgt wurde und gibt dabei faszinierende Einblicke in die Dynamik familiären Erinnerns. Im Juli stellte er sein Buch im NS-Dokumentationszentrum vor.   

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„Uns war bewusst, wie viel Glück wir hatten…“ Nikolaus Hagen

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Prof. Dr. Andreas Otto Weber und Kurator Boaz Levin mit der neuen Hörstation im Haus des Deutschen Ostens

Von 1933 bis 1945 wurden an den Grenzen des nationalsozialistischen Deutschen Reichs und seiner beherrschten Territorien hunderttausende Flüchtlingsschicksale entschieden. Auch aus München mussten ab 1933 tausende jüdische Bewohnerinnen und Bewohner vor antisemitischer Verfolgung fliehen. Grenzübergänge und Grenzbahnhöfe sowie exponierte Abschnitte der „grünen Grenze“ wurden zu den Brennpunkten dieser Massenfluchtbewegung. In unserer Sonderausstellung Sag Schibbolet! stehen zehn Audiostationen, die Grenzsteinen an den deutschen Außengrenzen der 1930er und 1940er Jahre nachempfunden sind. Sie stehen symbolisch für diese Fluchtbewegung und erzählen Münchner Flucht- und Grenzgeschichten der Jahre 1933 bis 1945.

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