Es wird gehämmert, gesägt und geschraubt – Arbeit im Museum mal anders

Für das Abnehmen der Filzpaneele ist Teamarbeit gefragt. © privat

Vom 03.08.2020 bis zum 07.09.2020 ist das Jüdische Museum München geschlossen – und das aus gutem Grund. Wir verraten was hier vor sich geht.

Geht man zurzeit am Jüdischen Museum München vorbei und wirft einen Blick durch die Glasfassade, sieht man es bereits deutlich: Hier tut sich was. Anstelle der Kassenkräfte, Besucherbetreuer_innen und Besucher_innen tummeln sich dort zur Zeit Handwerker_innen. Im Laufe der nächsten vier Wochen wird nun auch das Foyer renoviert, nachdem der erste Stock bereits seit einigen Wochen für Renovierungsarbeiten geschlossen ist.

Der Boden des Foyers wird geschliffen. © privat

Doch nicht alles kann wie geplant überarbeitet und erneuert werden: Der Einfluss der Corona-Pandemie auf den städtischen Haushalt bedeutet auch für unser Museum Sparmaßnahmen. Darunter fällt auch ein Teil der Renovierungsarbeiten, wie etwa ein neuer Anstrich für die Türen, der auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurde. Umso mehr freut es uns, dass zumindest ein Teil der geplanten Arbeiten trotzdem stattfinden kann: In den nächsten Tagen werden die Filzpaneele abgenommen und ausgetauscht, der Boden wird abgeschliffen, Datenkabel werden verlegt, und, und, und … Auf diese Weise wird unser Foyer so schnell wie möglich wieder auf Hochglanz poliert.

Auch die Literaturhandlung muss vorübergehend den Platz räumen. © privat

Die Bilder machen es deutlich: Ein regulärer Museumsbetrieb ist während dieser Arbeit schlichtweg nicht möglich. Auch die Literaturhandlung muss kurzzeitig das Feld räumen, damit die Handwerker_innen vernünftig arbeiten können. So schwer es uns auch fällt das Museum vorübergehend zu schließen – es wird sich lohnen! Wir freuen uns bereits darauf Sie Anfang September wieder in unserem schönen, renovierten Foyer begrüßen zu dürfen!

Falls Sie sich bis dahin dennoch mit jüdischer Geschichte beschäftigen möchten, haben Sie die Möglichkeit sich für unsere Rundgänge im Olympiapark zum Erinnerungsort Olympia-Attentat München 1972 anzumelden – es gibt jedoch nur noch wenige freie Plätze!

Ansonsten schauen Sie auch gerne auf unserem Blog vorbei. Wir werden weiterhin regelmäßig Beiträge veröffentlichen und auch das Archiv bietet sicher noch den einen oder anderen spannenden Text, um die Wartezeit bis zur Wiedereröffnung zu überbrücken (wie wäre es z.B. mit der Beitragsreihe zu Kurt Landauer ?).

Hinterlasse eine Antwort

*