Perestroika im Museum!? Einblicke und Ausblicke während des Umbaus der Wechselausstellung (I)

Seit vergangenem Montag ist es soweit. Unsichtbar für die Besucher begann unsere ganz eigene Perestroika (russ.: Umbau, Umgestaltung) in den Räumen der Wechselausstellung.

Zuallererst mussten alle Ausstellungsobjekte und Leihgaben aus ihren Vitrinen herausgenommen und sorgfältig verpackt werden, um sie an die Leihgeber zurückzusenden. Jetzt ist Platz für die vielen Handwerker, Tischler, Maler, Schreiner und Gestalter. Stück für Stück werden nun die Wände des Labyrinths abmontiert, die noch letzte Woche im ersten Teil der Ausstellung Juden 45/90 die Lebenswege der Displaced Persons andeuteten und auch die Querschnitte der Häuser des DP-Camps Föhrenwald wurden schon zu einem anderen Zweck umgruppiert.

Denn während die Stadt München für die meisten Überlebenden der Schoa in der Regel nur als Zwischenaufenthalt diente, verhält es sich mit den jüdischen Einwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion anders. Sie kamen um zu bleiben! So entsteht nun aus dem Labyrinth ein Parcours der Emigration und aus den Wandreihen ein Haus, das zum verweilen einlädt…

Doch bis es soweit ist, gibt es noch viel zu tun!

Ausstellung Juden 45/90 im Jüdischen Museum München

Juden 45/90

Von ganz weit weg – Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion

11. Juli 2012 – 27. Januar 2013

Eröffnung: 10. Juli 2012, 19 Uhr

Text: Bojidar Beremski
Fotos: Bojidar Beremski

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