Eine „unbedingt sehenswerte Ausstellung“ (SZ)

Ein Gegenmodell zum gestellten Familienfoto, das „die Erinnerungen an die Kindheit hauptsächlich zu Torte und Strand werden lassen“, entdeckt Judith Liere für die SZ im Jüdischen Museum. Die Ausstellung Family Files nimmt die Journalistin mit der „schmerzhaften“ Privatheit der gebotenen Einblicke gefangen.

In der Ausstellung „Family Files“ im Jüdischen Museum setzen sich 16 israelische Künstler mit ihren Familien auseinander. Die SZ schreibt nach der Eröffnung: „Mal geschieht das strikt dokumentarisch und beinahe schmerzhaft privat, wie bei Noa Sadka, die ihren übernächtigten Mann mit dem schreienden Baby filmt“.

Autorin Liere zeigt sich auch emotional berührt von der Wirkungskraft der großformatigen Familien-Fotografie. Mit bedacht ausgewählte Bilder erscheinen ihr fast anachronistisch. So zitiert sie die Kuratorin Galia Gur Zeev mit den Worten, „Familienalben werden aussterben“. Künftig würden Festplatten „mit unzähligen und meist ungeordneten digitalen Schnappschüssen gefüllt, alle wichtigen und unwichtigen Ereignisse im Internet dokumentiert“.

Die SZ urteilt: Hingehen!

„Entsprechend schwebt auch ein bisschen Nostalgie über der unbedingt sehenswerten Ausstellung. Wie über einem alten Fotoalbum.“

2 Antworten zu “Eine „unbedingt sehenswerte Ausstellung“ (SZ)”

  1. Tobias Keuner sagt:

    Gibt es einen Link zu dem SZ-Artikel?

  2. Marco Eisenack sagt:

    @Tobias Keuner: Leider ist der Artikel nicht im Online-Auftritt der Süddeutschen erschienen.

Hinterlasse eine Antwort

*