Landauer, der als Jude Verfolgte (2/3)

Kurt Landauers Reisepass wurde von den Behörden als „jüdisch“ gekennzeichnet. Für seine Einreise in die Schweiz galten damit besondere Einschränkungen. Foto: © Schweizerisches Bundesarchiv E4264#1988/2#20660*, Az. P058802, LANDAUER, KURT, 27.08.1884, 1945–1947.

1932 hat Kurt Landauer den FC Bayern München als Präsident zur ersten Deutschen Meisterschaft geführt. Ein Jahr später musste er sein Amt als Präsident niederlegen. Mit der politischen Machtübergabe an die Nationalsozialisten wurde die Fußballarena genau wie das übrige öffentliche Leben zum Austragungsort von Ausgrenzung und Verfolgung. 1939 blieb Landauer nur noch der Weg ins Exil.

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Bayerisch-Koscher: Das Kraut à la Schabbat

Gefüllter Weißkohl. Nach Originalrezept von Marie Elsasser

Jede Küche ist eine Kulturerscheinung, die uns viel über die Menschen erzählen kann, die diese Küche schufen. Auch die süddeutsche-jüdische Küche kann man als eine Quelle benutzen, um die religiösen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Jüdinnen und Juden Bayerns zu erforschen. In dem vorliegenden Beitrag wird ein Rezept aus dem „Kochbuch für die einfache und feine jüdischen Küche“ von Marie Elsasser (1905) präsentiert, das in sich ein typisch-bayerisches Gemüse mit der jüdischen Geschichte und Tradition vereint. Heute geht es um Kohl und dessen Zubereitung für das Schabbatmahl.

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Landauer, der Fußballer und Präsident bis 1933 (1/3)

Kurt Landauer, Foto: Privatbesitz

Heute vor 135 Jahren wurde Kurt Landauer geboren. Als Präsident führte er den FC Bayern München 1932 zur ersten Deutschen Meisterschaft. Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 war Landauer wegen seiner jüdischen Herkunft gezwungen, als Präsident zurückzutreten. Er überlebte die Schoa im Exil in Genf und kehrte 1947 nach München zurück. Das Jüdische Museum München hat Landauers Briefe aus den Jahren 1944-1948 erworben. Diese geben einen Einblick in sein Leben im Exil und die Beweggründe seiner Rückkehr.

Anlässlich seines Geburtstags möchten wir Kurt Landauer auf unserem Blog noch einmal vorstellen.

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„Meiner Träume Internationale“

Grenzstein in der Ausstellung „Sag Schibbolet!“ Foto: © Franz Kimmel

Dass die Fremde heimisch mir geworden

Weist des Traumes lächelnd leise Spur

Zwischen neuen und verlornen Orten

Spann der Traum nun seine Silberschnur

(Auszug aus: Schalom Ben-Chorin, Traumgeographie, Jerusalem 1938)

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Der litauische Kulturminister zu Gast im Jüdischen Museum München

(vorne, v.l.n.r.) Rita Valiukonytė, Kulturattachée der litauischen Botschaft, Dr. Mindaugas Kvietkauskas, litauischer Kulturminister, Bernhard Purin, Direktor des Jüdischen Museum München.

Heute besuchten der amtierende Kulturminister Litauens, Dr. Mindaugas Kvietkauskas, zusammen mit Vertreterinnen der Botschaft der Republik Litauen in Deutschland das Jüdische Museum München. Direktor Bernhard Purin sprach mit den Gästen über eine mögliche wissenschaftliche Zusammenarbeit. Mindaugas Kvietkauskas, der seit Januar im Amt ist, ist in Litauen neben seiner politischen Tätigkeit als Autor und Literaturwissenschaftler bekannt. Er hat Jewish Studies an der Universität Oxford studiert und möchte 2021 im Rahmen eines Litauisch-Bayerischen Themenjahres auch jüdische Schwerpunkte setzen.

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Podiumsgespräch: Jüdische Objekte im Museum – Sammeln, Bewahren, Ausstellen gestern und heute

Im Museum für Franken in Würzburg fand gestern im Rahmen des Begleitprogramms unserer Ausstellung „Sieben Kisten mit jüdischem Material. Von Raub und Wiederentdeckung 1938 bis heute“ ein Podiumsgespräch statt.

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Museumsexperten unterstützen Professor Peter Schäfer und das Jüdische Museum Berlin

Zahlreiche Museumsmitarbeiter, darunter auch viele aus Jüdischen Museen, haben zu den jüngsten Vorgängen um das Jüdische Museum Berlin Stellung genommen:

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Bayerisch-Koscher. Die einheimischen Speisen des süddeutschen Judentums

Einband der dritten Auflage von Marie Elsasser’s Kochbuch [1905]. Frankfurt 1921

Die Essgewohnheiten der Menschen spiegeln etwas von deren Geschichte wider. Diese Aussage trifft auch auf die deutsch-jüdische Küche zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zu. In vier Blogbeiträgen wird das „Kochbuch für die einfache und feine jüdische Küche“ von Marie Elsasser, das 1905 entstand, näher vorgestellt.

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Eröffnungsfilm: „Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen“

Eröffnungsfilm: Sag Schibollet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen from Jüdisches Museum München on Vimeo.

Jüdisches im neuen „Haus der Bayerischen Geschichte“ in Regensburg

Gestern Nachmittag wurde in einem feierlichen Festakt das „Haus der Bayerischen Geschichte“ in Regensburg eröffnet. Auch wir haben eine Leihgabe beigesteuert: Zwei Steinfragmente vom Tora-Schrein der im Juni 1938 auf Anordnung Hitlers abgebrochenen Münchner Hauptsynagoge und einen Gelben Stern. Zusammen bildeten die drei Objekte ein kleines Schoa-Mahnmal in der bis in die 1980er Jahren bestehenden, von Münchner Emigranten gegründeten Synagogengemeinde Beth Hillel in New York.

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